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Aamuesete

        

 

Die Baarer Räbefasnacht startet am Fasnachtssamstag gegen Abend. Die Räbemetropole wird rund um das Dorfzentrum verkehrsfrei gehalten, und das närrische Treiben kann beginnen – in Baar nennt man das seit einigen Jahren „Aamuesete“. Der Begriff leitet sich ab vom Räbenmus, einer eigenwillig schmeckenden Speise, die aus gekochten Baarer Räben zubereitet wird. Heute wird das Räbemues nur noch selten serviert, aber in früheren Zeiten bildeten die Räben ein Grundnahrungsmittel für die arme, manchmal sogar hungernde Baarer Bevölkerung. Die Baarer waren damals weit herum bekannt als „Räbeleute“.

An der „Aamuesete“ versammeln sich die Fasnächtler aus allen Himmelsrichtungen auf dem Rathausplatz. Für viele Familien beginnt jetzt die eigentliche Fasnachtszeit. Guggemusigen verbreiten auf einer Bühne kakophonische Stimmung, Verpflegungsstände sorgen für einen guten Boden im Magen, ein Kafi Zwätschge oder ein Holdrio schützt vor klammen Fingern. Die Kinder können sich fasnächtlich schminken lassen, manchmal sorgt ein Ballonclown für zusätzliche Unterhaltung. Punkt 19 Uhr öffnen sich die Fenster des Rathauses, und die Konfettischlacht nimmt ihren Lauf: Der Räbevater mit seinem Hofstaat lässt Unmengen von Konfetti auf die jubelnde Menge regnen. Eine Konfettikanone auf dem Platz sorgt für zusätzlichen Trubel. Jetzt steht einer weiteren grandiosen Räbefasnacht nichts mehr im Wege, und die fest- und feierfreudigen Fasnächtler ziehen weiter in die vielen Festhütten, Barwagen, Zelte, Restaurants und Säle, die sich über die Räbemetropole verteilen. RäbediBum!